Eingemachte Zucchini

Also früher hat mein Vater immer so viele Zucchini gepflanzt, dass jeden Sommer unsere Familie, Freunde, Nachbarn, die Arbeitskollegen meiner Eltern und jeder sonstige Bekannte Zucchini spätestens im September nicht mehr sehen konnten. Mein Bruder und ich haben sogar einen richtigen Zucchinihass entwickelt, und zwar egal in welcher Form dieses Gemüse auf unserem Teller lag. Es lag wirklich nicht daran, dass meine Mutter sich nicht bemüht hätte – es gab Zucchiniaufläufe, gefüllte Zucchini, Ratatouille usw. usf. Aber es war einfach zu viel des Guten. Glücklicherweise habe ich diese Phase des unfreiwilligen Zucchiniüberflusses überwunden, indem ich diesem Gemüse jahrelang aus dem Weg gegangen bin. Und dann ist es passiert: Ich hab‘ es nochmal versucht, mit der Zucchini. Und festgestellt, dass ich ohne Probleme und völlig ungeniert ein großes Glas eingelegte Zucchini allein aufessen kann. Na gut, wenn man mich ganz nett fragt, geb‘ ich auch was ab. Vielleicht.

Was?

  • 2-3 mittelgroße Zucchini
  • 2 Zwiebeln
  • 3 EL Senfsamen
  • 300ml Kräuteressig
  • Zucker
  • Salz & Pfeffer
  • 3 EL Dillsamen & einige Stängel Dill
  • 1 EL Kurkuma
  • 1 TL Koriandersamen
  • 1 EL Chili (frisch oder als Chiliflocken)

Wie?

Zucchini und Zwiebeln in dünne Streifen schneiden, salzen und sie in ein Sieb geben. Das Sieb mit Schüssel drunter für einige Zeit in den Kühlschrank stellen, so dass das Salz gut durchziehen kann (mindestens 2 Stunden, aber ein Tag geht auch). Das Gemüse gut ausdrücken und in ein Einmachglas umfüllen. Alternativ kann man die Zwiebel auch kurz in etwas Öl anbraten und dann zur ausgedrückten Zucchini geben – das macht die Zwiebel zwar weniger knackig, ist aber bekömmlicher.

Währenddessen den Essig mit den Gewürzen und 2 oder mehr EL Zucker aufkochen (hier muss jeder probieren, wieviel Zucker er mag). Den Sud mit ins Glas geben, so dass das Gemüse bedeckt ist. Zuschrauben, auf den Kopf drehen und warten, bis alles abgekühlt ist. Im Kühlschrank aufbewahren – nach 2-3 Tagen sollten die Zucchini gut sein: knackig und lecker süß-sauer. Und das beste: Bis auf die Dillstängel kann man die restlichen Kräuter & Gewürze einfach mitessen.