Schoko-Nuss-Pie

Also ich hasse ja Erdnussbutter mit Süßkram. Dachte ich. Zum Beispiel Snickers oder Erdnussbutter-Marmeladen-Brote, brrrrrr. Aber dieser Kuchen hier, der geht. Ziemlich gut sogar. Vielleicht, weil die Erdnuss nicht so raussticht, finde ich jedenfalls. Das Rezept habe ich jedenfalls aus dem (tollen!) Buch Veganomicon und etwas nach unseren Vorratskammer- und Kühlschrankinhalten abgewandelt (die Eier wären für Veganer jetzt eher ungeeignet…). Am Anfang denkt man vielleicht, dass es ziemlich tricky ist, aber da der Boden kein richtiger Teig, sondern so ein Bröselboden ist, ist alles nur halb so schlimm!

Was?

  • ¾ Packung Butterkekse
  • 1 großen EL Margarine oder Butter
  • 1 EL Wasser oder (Reis-)Milch
  • 300 g Schokolade
  • 2 gehäufte EL Kakaopulver
  • 2 große EL Zucker
  • 2 Eier
  • 250 g Seidentofu (= 1 Packung)
  • 1 TL Kaffeepulver
  • 100 g Haselnüsse (klar gehen auch Walnüsse oder Sonnenblumenkerne oder …)
  • etwas Öl
  • etwas Salz
  • 4 EL Ahornsirup oder Agavensirup
  • 1 großen TL Grafschafter Sirup
  • 1 Riesen-EL Erdnussbutter (so viel, wie draufgeht)

 

Wie?

Die Butterkekse zerkrümeln – das geht am schnellsten, indem man die Kekse in einen Gefrierbeutel füllt und ordentlich mit einem Topf draufhaut. Jetzt mit den Händen die Krümel mit der Margarine mischen und zum Schluss den 1 EL Flüssigkeit hinzugeben. Den ‚Teig‘ kann man jetzt schon in eine gefettete runde Pieform drücken. Die Ränder dabei nicht vergessen!

Für die Füllung die Schokolade schmelzen und währenddessen die Eier mit Tofu, Kakao, Kaffee und Zucker mit dem Schneebesen vermixen, bis der Tofu zu kleinen Stückchen püriert ist. Als letztes die geschmolzene Schoki dazugeben (aber dabei einen kleinen Rest für die Dekostriezel aufbewahren, wenn man mag), auf dem Boden verteilen und 40 Minuten lang bei 180° backen.

Derweil kann man schonmal die Nüsse in einem kleinen Topf anrösten. Immer schön rühren, sonst werden sie schnell schwarz! Wenn sie gut angebräunt sind, auf ein Handtuch geben und die Schalen abreiben. Dann wieder zurück in den Topf damit und mit etwas Öl und Salz noch ein bisschen heiß werden lassen. Zum Schluss 1 EL Ahornsirup dazu und köcheln lassen (ruhig die Hitze runterdrehen), bis der Sirup verdampft/karamellisiert ist. Jetzt ab mit den Nüssen auf ein Backpapier – wenn es geht einzeln, sonst kleben sie nachher total aneinander.

Die Nüsse kann man schon gleich vorbereiten, wenn der Kuchen im Rohr ist. Mit dem Rest wartet man lieber noch ein bisschen, weil es besser ist, wenn der Kuchen ganz abgekühlt ist, bevor die Erdnusssoße draufkommt. Den Topf braucht man allerdings noch nicht gleich spülen, weil man ihn prima für die Soße weiterverwenden kann (ja, ich mag Abwaschen nicht so). Wenn der Kuchen soweit ist, einfach die Erdnussbutter mit den restlichen Sirups rein, leicht erhitzen und verrühren, bis sich alles schön vermischt hat und das Ganze auf den Kuchen geben.

Jetzt noch die Nüsse auf dem Kuchen verteilen und wer mag, die restliche Schoki (zur Not noch mal erwärmen) darübersprenkeln. Tada!