Wir nennen es Granola

Sonst würde es halt Müsli heißen. Aber ganz ehrlich, Müsli klingt ja auch so’n bisschen doof. So nach kein Geschmack und Seitenbacher und so. (Über mein Birchermüsli lass‘ ich aber trotzdem nix kommen!!) Granola ist dagegen voll toll: es ist megalecker, total einfach selbst zu machen, man kann es in 1000 und einer Variante herstellen, es hält sich ewig – und es ist bestimmt halb so teuer wie gekauftes. Außerdem hat es weniger Zucker als letzteres und man kann es auch als Crunch zum Nachtisch essen und nicht nur morgens zum Frühstück. Da kann man auch mal locker die 3fache Menge machen (und dann feststellen, dass es trotzdem nur ne Woche hält, hmmm)… Also, ich hab gleich mal 6 (!) Varianten gemacht – wovon leider 3 zum Fototermin schon aufgenascht waren, deshalb jetzt also erst mal ein Grnundrezept und die 3 oben abgebildeten Variationen.

Was?

  • 1 Stange Vanille
  • 4 EL Öl
  • 4 EL heller Sirup
  • 2 EL Wasser
  • 3 Prisen Salz
  • 1 Paket Vanillezucker
  • 300g Haferflocken – je nach Geschmack die kernigen oder zarten oder halbhalb
  • 100g Mandelblätter
  • 50g weiße Schokolade

Wie?

Vanille-Mandel-Granola (das ist leider eins von denen, die wir schon aufgenascht hatten): Die Vanilleschote auskratzen und das Mark zusammen mit derm Öl, dem Sirup, dem Wasser und dem Vanillezucker in einem Topf erhitzen, bis das Ganze schön flüssig ist und der Zucker und das Salz sich aufgelöst haben. Den warmen Sirupmix über die Haferflocken und die Mandelblätter geben und gut durchmischen.

Das Ganze auf 2 Backbleche aufteilen und im Ofen bei 170°C trocknen. Von Zeit zu Zeit einmal nachschauen und ggf. wenden. Je nachdem, wie feucht die Masse ist, macht es sich ganz gut, die Backofentür zum Ende hin einen Spalt weit offen zu lassen. Zum Testen, ob das Granola schon schön crunchy ist, am besten ein bisschen aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen – erst dann wird der Zucker fest. Zuletzt Schokolade hacken und zugeben. Granola kann man prima in einer Keksdose oder in einem (großen!) Marmeladenglas aufheben.

Varianten:

Man kann jede der Zutaten (okay, außer das Wasser) mit anderen ersetzen – zum Beispiel kann man andere Gewürze (oder Tee oder Kaffee!) statt Vanille nehmen, ein anderes Fett, z.B. Kokosöl oder gebräunte Butter (mjam!), Honig, Ahornsirup oder Karamell statt dem Sirup und dem Vanillezucker, andere Getreidesorten wie Buchweizen, gepoppter Amaranth, Cornflakes, usw. (allerdings würde ich immer mindestens 150g Haferflocken nehmen, als Basis sozusagen), und andere Nüsse oder Kerne wie Mohn, Haselnüsse, Kokosflakes oder Sonnenblumenkerne. Bei großen Nüssen empfiehlt es sich, sie vorher ein wenig kleinzuhacken und sie vielleicht sogar schonmal ein wenig vorzurösten. Und dann kann man natürlich noch kleine Schokostücke oder getrocknetes Obst dazugeben – allerdings natürlich erst, wenn das Granola ganz abgekühlt ist.

Die drei gezeigten Varianten sind Matcha-Granola mit Cornflakes, Sonnenblumenkernen und Cranberries, Möhrenkuchengranola mit fein geraspelten Möhren, Rosinen, Walnüssen, vieeeel Zimt und etwas gemahlenem Muskat und Nelken und ein Schokogranola mit gepoppten Amaranth, Cornflakes, dunklem Kakao, Haselnüssen, getrockneten, karamellisierten Acaibeeren und dunklen Schokosplittern, wobei ich hier 2 Drittel vom Kakaopulver zum Sirup getan hab und das andere Drittel nachher drübergestäubt hab.

Außerdem hab ich noch ein Möhrenkuchengranola mit fein geraspelten Möhren, Rosinen, Walnüssen, vieeeel Zimt und etwas gemahlenem Muskat und NelkenBananenkuchengranola gemacht mit pürierten Bananen statt Zucker abgeschmeckt mit Kardamom und schwarzem Tee (und nach dem Backen noch Schokosplitter und Kokosflakes dazu) und ein Kokosmüsli mit Ingwer und Aprikosenstückchen. Ich sag euch, das macht echt abhängig!! Als nächstes muss ich noch unbedingt ein Granola mit Apfel und Zimt machen und vielleicht eins mit selbst getrockneten Kirschen drin? Ohhhh jaaaa! 😉