Linsen, Pastinaken & Rote Bete

Eine echte Winter-Luxusmahlzeit: Cremiges, leicht süßes Püree, sauer-scharfe Linsen und dazu ein oberleckerer Salat, der die Farbexplosion auf dem Teller perfekt macht. Das Rezept für den Salat hab ich von ner Freundin (danke Cashew!), die dazu irgendwie um 3 Ecken von Jamie Oliver inspiriert wurde. Und bis auf eine – optionale – Zutat ist das komplette Gericht vegan. Also nix wie ran an die Töpfe!

Was?

Linsen:

  • 250 g kleine, orangene Linsen aus dem türkischen Supermarkt
  • Passionsfruchtsaft
  • 1 Zwiebel
  • 1 rote Chili
  • eine Handvoll getrocknete Berberitzen (oder Sauerkirschen oder Cranberries)

Pastinakenpüree:

  • 3-4 Pastinaken
  • 1 Stück Sternanis
  • 1-2 Wasser Prisen Vanille (es reicht auch eine bereits genutzte und ausgekratzte Vanilleschote mitzukochen)
  • einen ordentlichen Schuss Sojasahne

Rote-Bete-Salat:

  • ca. 2 große frische Rote Bete
  • 2 Möhren
  • 1 Apfel
  • eine Handvoll Walnüsse
  • Olivenöl
  • Zitronensaft
  • evtl. etwas Zitronenabrieb
  • (eine Handvoll gekrümelten Feta)

Wie?

Linsen.

Die Linsen mindestens eine Stunde in einer Mischung aus Wasser mit etwas Passionsfruchtsaft einweichen lassen. In dieser Zeit kann man prima die anderen beiden Sachen zubereiten. Danach werden die Linsen kurz in der Wasser-Passionsfruchtsaft-Mischung gekocht (Wenn die Flüssigkeit verdampft, mit dem Saft auffüllen). An dieser Stelle muss man echt drauf achten, dass man dauernd rührt und die Linsen nicht zu Brei verkochen. Am besten, man hört mit dem Kochen auf, wenn man denkt, dass sie noch etwas zu viel Biss haben – gleich kommen sie nochmal in die Pfanne, da gibt sich das dann schon. Versprochen.

In einer Pfanne also in etwas Öl die in kleine Würfel gehackte Zwiebel anschwitzen, so dass sie glasig wird. Eine kleine Handvoll Berberitzen und auch die Linsen dazugeben (ist nicht schlimm, wenn etwas Flüssigkeit mit in die Pfanne kommt, das verdampft schon noch). Zum Schluss mit ordentlich kleingewürfeltem Chili und etwas Salz abschmecken.

Wer mag, kann noch das restliche Kochwasser der Linsen einreduzieren und ne leckere Soße draus basteln.

Pastinakenpü.

Man schäle die Pastinaken und schneide sie in Stücke, die dann zusammen mit der Vanille und dem Sternanis in Öl angebraten werden – aber bitte nur so lang, wie sie nicht braun werden! Jetzt mit Salzwasser auffüllen, so dass alles knapp bedeckt ist und kochen lassen, bis die Pastinakenstücke weich sind.

Sternanis rausfischen und Pastinaken zerstampfen (wer’s total schnieke mag, streicht das Püree jetzt durch ein Sieb, damit keine Stückchen im Pü bleiben). Jetzt das Pü mit der (ggf. einreduzierten) Kochflüssigkeit und/oder nem Schuss Sojasahne zur gewünschten schlotzigen Konsistenz bringen. Abschmecken, fertig.

Rote-Bete-Salat.

Die Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett anrösten (aufpassen, dass sie nicht anbrennen!). Die Roten Bete und Möhren schälen und in kleine Würfel (oder feine Streifen, wie hier) schneiden. Beides in wenig Salzwasser ganz kurz köcheln lassen, dabei zuerst die Roten Bete ins Wasser geben, und ne Minute später die Möhren. Das Gemüse soll in jedem Fall noch etwas Biss haben.

Jetzt kann beides schon in die Salatschüssel, in der man das Dressing aus Olivenöl, Zitronensaft, Salz & Pfeffer angerührt hat, gegeben werden. Noch der ebenfalls kleingeschnittene Apfel, die Walnüsse und der gekrümelte Feta dazu, mischen, und fertig ist der Lack. Schmeckt am besten lauwarm, wie ich finde.